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Unsere Schutzgebiete
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Hermanns Wisch - Fledermaus-Winterquartier im Rehbrook - Trafohaus in Scheidekate - Timms Teich; ehemalige Kiesgrube in Bargfeld-Stegen - Langenwisch am Schattredder - Feuchtwiese bei Vinzier - Feuchtwiese bei Dwerkaten - Feuchtgebiet Sievershütten bei Eichede - Travewiese bei Schlamersdorf - Alte Steinburg

Hermanns Wisch
Hermanns Wisch
Eine Hangwiese (ca. 1,5 ha) und ein Hangwald (0,4 ha) an der Trave in der Gemeinde Bebensee, gegenüber von der Sühlener Mühle. Gekauft im Sommer 2010 mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Benachbarte Flächen gehören dem NABU Bad Segeberg und der Stiftung Naturschutz. Hermanns Wisch grenzt am Prallhang unterhalb des verfallenen Wehrs an die Trave, daher hat die Fläche eine Schlüsselrolle bei einer zukünftigen naturschutzverträglichen und durchgängigen Gestaltung der Trave. Auf der artenreichen Wiese haben wir über 80 Pflanzenarten kartiert, u.a. Wiesen-Wachtelweizen, Knolliger Hahnenfuß, Margarite und Kammgras. Die Wiese soll weiterhin beweidet werden. An den windgeschützten, sonnigen Waldrändern jagt u.a. die Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus), eine Libellenart, die hohe Ansprüche an die Wasserqualität der Flüsse stellt und die wir erstmalig 2009 dort nachweisen konnten. Der Hangwald ist mit über 70 Pflanzenarten ebenfalls sehr artenreich und grenzt ebenfalls an die Trave. Teufelskralle, Perlgras und Dornfarn sind dort zu finden.
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Fledermaus-Winterquartier im Rehbrook
Im Februar 2007 haben wir ein ca. 2500 m² großes Stück Wald im Rehbrook bei Tremsbüttel gekauft. Auf dem Grundstück stehen 5 Bunker, von denen sich allerdings nur noch einer öffnen lässt. Bei diesem Bunker haben wir einen Einflugschlitz in die Tür geschnitten und im Innenraum Hohlblocksteine aufgehängt, die Fledermäuse besonders gerne für den Winterschlaf nutzen. Dass es im Bunker sehr feucht ist und oft Wasser auf dem Boden steht, kommt den Fledermäusen entgegen, denn sie brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Januar 2008 konnten wir den ersten Überwinterungsgast nachweisen, ein braunes Langohr. Im Winter 2008/09 waren es bereits 2 Langohren und eine Fransenfledermaus.Im schneereichen Winter 2009/2010 hielt eine Fransenfledermaus dort Winterschlaf. Das zeigt, dass dieses Quartier einen günstigen Standort hat, denn so schnell ist bisher noch kein Winterquartier in Stormarn besiedelt worden. An den Bäumen um die Bunker haben wir ein Kastenrevier mit Fledermauskästen als Sommerquartiere und Nistkästen für höhlenbrütende Vogelarten angebracht. Die Kombination mit Vogelkästen ist wichtig, da Meisen sonst wegen der „Wohnungsnot“ in die schlecht geeigneten Fledermauskästen einziehen.
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Trafohaus in Scheidekate
Scheidekate liegt zwischen Elmenhorst und Sülfeld. Dort hat der NABU 1988 ein Trafohaus übernommen und als Fledermausquartier hergerichtet. Leider haben sich bisher kaum Fledermäuse in dieser Gegend gezeigt und als regelmäßiges Quartier haben die Fledermäuse das Haus bisher nicht angenommen.
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"Timms Teich" :
Ehemalige Kiesgrube in Bargfeld-Stegen

Kiesgrube Bargfeld-Stegen
Seit dem 1.1.2008 hat der NABU Bad Oldesloe ein neues und sehr großes Schutzgebiet: Eine ehemalige, 21,5 ha große Kiesgrube mit einem 8 ha großen See bei Bargfeld-Stegen. Die Grube wurde vom Kieswerk Klaus Timm ausgekiest und als Biotop gestaltet. Bereits bei der ersten Abbaugenehmigung vor über 20 Jahren war festgelegt worden, dass das Gebiet nach dem Ende des Kiesabbaus nur dem Naturschutz dienen und einem sachkompetenten Betreuer übereignet werden soll. Der NABU Bad Oldesloe, der damals noch Deutscher Bund für Vogelschutz hieß, hatte sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Der größte Teil des Gebietes ist schon längere Zeit fertig gestaltet gewesen und es hat sich teilweise ein Birkenwald entwickelt, es gibt aber viele offene und besonnte Flächen mit seltenen Pflanzen und Insekten. Der Flussregenpfeifer brütet auf offenen Flächen, der Eisvogel ist regelmäßig Gast, vielleicht sogar jahrweise Brutvogel gewesen. Wir haben ihm jetzt Steilwände gestochen und eine Brutröhre eingebaut. Der See wird von Enten, Tauchern, Kormoranen und Schwänen bevölkert, im Sommer rasten auch viele Gänse dort, weil sie dort Ruhe finden. 2008 haben erstmals 2 Grauganspaare im Gebiet gebrütet. Für Schellenten und Gänsesäger haben wir Nistkästen aufgehängt und möchten sie so als Brutvögel gewinnen. Im Februar 2009 haben wir 2 Mulden ausschieben lassen, in denen Kleingewässer als Laichplätze für Amphibien, Libellen u.a. entstehen sollen. In einer Mulde steht bereits 50 cm Wasser, die andere Mulde hält das Wasser bisher schlecht, wir hoffen, dass sie sich im Laufe der Zeit zusetzt und ebenfalls ein Tümpel wird. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen darf das Gebiet nicht betreten werden. Für die interessierte Öffentlichkeit bieten wir Führungen an, damit die Störungen so gering wie möglich bleiben. Wir haben ein Team von Betreuern aufgebaut, die regelmäßig nach dem Rechten sehen und mit entsprechendem Ausweis in das Gebiet hineinkönnen. Die Führungstermine geben wir über die Presse bekannt.

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Langenwisch am Schattredder
Langenwisch am Schattredder bei Dwerkaten Feuchtgebiet am Südrand des Staatsforstes Schattredder bei Dwerkaten, 1,79 ha. Seit 1992 Eigentum von NABU und Kreis Stormarn zu gleichen Teilen. Vor 1992 war die Fläche ursprünglich eine Feuchtwiese, wurde dann in einen Maisacker umgewandelt und danach aufgelassen, wodurch sich auf dem größten Teil der Fläche eine Brennnesselflur entwickelte. Nach dem Ankauf wurde in Zusammenarbeit mit dem ALW Lübeck der Wasserstand durch Anstau des Entwässerungsgrabens (Ripsbek) angehoben und mehrere Laichgewässer sowie ein Gehölzstreifen als Schutz zum benachbarten Acker angelegt. Aufgrund seiner Lage am Südrand des Waldes ist die Fläche hervorragend als Amphibien-Laichgebiet geeignet. Die im Schattredder überwinternden Amphibien brauchen auf dem Weg zum Laichgewässer nicht mehr die Straße Sprenge - Dwerkaten zu überqueren, wo wir jahrelang einen Froschzaun aufstellen und betreuen mussten. Durch die Vernässung der Fläche wurden die Brennnesselfluren stark zurückgedrängt und machen einer artenreichen Feuchtvegetation Platz. Storch, Roter Milan, Kolkrabe, Eisvogel und Waldwasserläufer gehören zu den Nahrungsgästen an den Gewässern, der Kranich brütet dort seit mehreren Jahren erfolgreich. In einigen Bereichen müssen wir gelegentlich Erlenjungwuchs entfernen.
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Feuchtwiese bei Vinzier
Ca. 1,5 ha artenreiche Feuchtwiese mit Teich, seit 1985 gepachtet. Schutzziele: Erhalt und Pflege einer sehr abwechselungsreichen Feuchtwiese mit Orchideen und vielen anderen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Pflegemaßnahmen: Mahd im Herbst, z.T. Austragen des Mähgutes. 1994 wurden vom ALW die Uferbereiche des Teiches abgeflacht und abwechslungsreicher gestaltet sowie ein Knick als Abgrenzung zur benachbarten Ackerfläche angelegt (früher wurde gelegentlich in die Feuchwiese hineingeackert, außerdem konnte Dünger einschwemmen).
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Feuchtwiese bei Dwerkaten
0,56 ha z.T. aufgelassene Feuchtwiese am Rande eines Teiches, seit 1985 gepachtet. Schutzziele: Erhalt eines abwechslungsreichen Pflanzen- und Tierbestandes mit Orchideen. Pflegemaßnahmen: Verschließen der z.T. tiefen Entwässerungsgräben, Ausreißen von Erlenjungwuchs.
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Feuchtgebiet Sievershütten bei Eichede
Feuchtgebiet (1,3 ha) mit 2 Teichen und 5 Tümpeln, am nördlichen Ortseingang von Eichede. Die Teiche wurden 1978 im Rahmen der Flurbereinigung als Futterteiche für Reiher und Störche angelegt, seit 1979 Eigentum des NABU. Das Schutzgebiet ist sehr klein und lag ohne Anbindung an andere Biotope (z.B. Knicks) mitten in einem Acker. Die großen Teiche sind vermutlich künstlich mit Fischen besetzt worden, die auch gefüttert und geangelt wurden. Wegen seiner Lage im Acker war das Gebiet aber zeitweise schwer zugänglich und dient als Brutplatz für einige Wasservögel und in manchen Jahren für die Rohrweihe, ist aber für Amphibien und Libellen nicht so geeignet. Einige Kopfweiden müssen gelegentlich gepflegt werden. Seit 2001 plant die Gemeinde Steinburg ein Baugebiet (ca. 20 Häuser) auf dem angrenzenden Acker. Erst 2005 beginnt die Erschließung. Obwohl die Ausgleichsfläche für das Baugebiet als Pufferzone zwischen den neuen Häusern und dem Feuchtgebiet liegt, müssen wir damit rechnen, dass es zu stärkerer Beunruhigung und Störung der Brutvögel kommt. Durch neu angelegte Knicks wird das Gebiet aber jetzt an das Knicknetz angeschlossen, was sich für Kleintiere (Amphibien, Insekten) positiv auswirken könnte.
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Travewiese bei Schlamersdorf
Feuchtwiese (ca. 0,7 ha) und Bruchwald (ca. 0,3 ha) im Travetal, 1990 mit Unterstützung des Kreises Stormarn vom NABU gekauft. Vorrangige Schutzziele: Entwicklung und Erhalt einer artenreichen Feuchtwiese mit Tümpel, Schutz eines Bruchwaldes. Pflegemaßnahmen: Wiederherstellung eines mit Müll verfüllten Tümpels, Anheben des Grundwasserspiegels durch Verschließen kleinerer Entwässerungsgräben, einjährige Mahd im Herbst und in einigen Jahren Austragen des Mähgutes, um Nährstoffe aus der Fläche auszutragen (die Wiese wurde vor dem Ankauf gedüngt und mit Schafen beweidet), im Frühjahr gezieltes Ausmähen von Brennnesselhorsten mit der Sense.
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Alte Steinburg
Die Alte Steinburg liegt zwischen Eichede und Schönberg und ist mit 4,66 ha das größte Schutzgebiet des NABU Bad Oldesloe. Das ehemalige Kiesabbaugebiet (bis ca. 1965) konnten wir 1982 kaufen, 1992 konnten wir das Gebiet durch Zukauf eines Weihers, einer Ackerfläche und eines Bruchwaldes abrunden. Vorrangige Schutzziele: Schutz von Kleingewässern als Laichplätze für Amphibien (u.a. Laubfrosch, Kammmolch) und Libellen, Erhalt von Mager- und Trockenrasen für Pflanzen, Insekten und Eidechsen, Erhalt von feuchten Gehölzen als Lebensraum für Pflanzen (z.B. Natternzunge), Vögel und Amphibien. Pflegemaßnahmen: Zuerst war es nötig, das Gebiet vor Motorcrossfahrern zu sichern und von Müll zu befreien. Mehrere Kleingewässer wurden neu angelegt. Dann mussten wir die zahlreichen Lupinen zurückdrängen (ausreißen oder mähen), um die konkurrenzschwächeren Pflanzen der Magerrasen zu erhalten. Von Zeit zu Zeit müssen Birken und Weiden zurückgeschnitten werden, um die Magerrasen und die Kleingewässer sonnenbeschienen zu erhalten. Zum angrenzenden Acker wurde ein Knick neu angelegt

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