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Entwicklung der Storchpopulation 2006 - 2011
Presseinfo zum Storchenjahr 2011
Das Storchenjahr 2011 endet mit ähnlich guten Nachwuchsergebnissen wie das letzte Jahr!
Das Storchenjahr 2011 geht mit den ersten abziehenden Jungstörchen zu Ende. Der viele Regen der letzten Wochen konnte den fast erwachsenen Jungstörchen nicht mehr viel anhaben. Lediglich in einem Fall mußten die Storchenbetreuer ausrücken und einem durchgeregneten Jungstorch "Starthilfe" geben. Der war derart durchnäßt, dass er nicht wieder vom Boden abheben konnte. Weil er zeitweise auf einer Straße rumlief, wurde er kurzerhand eingefangen und von Anwohnern trocken gefönt. Die herbeigerufenen Storchenbetreuer prüften nur noch Ernährungs- und Gesundheitszustand und entließen ihn dann wieder in die Freiheit.
Es war kaum zu erwarten, dass auch dieses Jahr ein ähnlich sensationelles Ergebnis bei den Jungstörchen zustande kommt wie im Vorjahr. Aber mit 42 Jungen wurden tatsächlich fast genau so viele Junge groß, wie im Vorjahr mit 49 Jungen. Nur vier mal gab es in den letzten 40 Jahren bessere Nachwuchszahlen. Dieser Erfolg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass mit dem Schlüpfen der ersten Jungen rechtzeitig das durchwachsene Wetter mit häufigen Regenschauern einsetzte. Dadurch gab es reichlich Regenwürmer, die Hauptspeise der Jungstörche. Daneben trägt der gute Zustand der Stormarner Storchenhorste dazu bei, dass bei Regen in den Nestern weniger Junge ertrinken oder unterkühlen. Dies ist neben den Aktivitäten vieler Horsteigentümern, auch der finanziellen Unterstützung der Sparkassen - Kulturstiftung Stormarn bei der Sanierung und Instandhaltung der Nester durch den NABU Bad Oldesloe zu verdanken.
Mit 22 besetzten Horsten (Vorjahr 19) begann das Storchenjahr für Stormarn besser als im Vorjahr. Es gab eine Neuansiedlung auf dem Gutshof im Rümpeler Ortsteil Rohlfshagen, wo zwei Junge groß wurden. Besonders wohl fühlten sich die Störche wieder in Bargfeld-Stegen, dort gab es drei Nester mit je 3 Jungen.
Entwicklung der Storchpopulation 2006 - 2010
Presseinfo zum Storchenjahr 2010
Das Super - Storchenjahr 2010 geht zu Ende, zweitbestes Nachwuchsergebnis seit 40 Jahren!!
Das Storchenjahr 2010 geht mit den ersten abziehenden Jungstörchen zu Ende. Sensationelle 48 Stormarner Jungstörche (Vorjahr 23) werden sich bis zum Monatsende zwei Wochen vor Ihren Eltern auf den 10 000 km langen Weg nach Ostafrika machen. Ihnen folgen dann die Altstörche, wobei unsere Störche sogenannte "Ostzieher" sind, d. h. ihr Weg führt über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Sie fliegen das Niltal hinunter bis in den Sudan.
Mit 19 besetzten Horsten (Vorjahr 17) begann das Storchenjahr für Stormarn schon besser als im Vorjahr. Besonders wohl fühlten sich die Störche in Bargfeld-Stegen, dort wurden zwei neue Horste bezogen. Somit gab es dort dieses Jahr 3 Nester in denen insgesamt 8 Junge zur Welt kamen. Zwei dieser Jungen mussten von den NABU-Storchenbetreuern und ihren Helfern allerdings in den Wildpark Eekholt zur Pflegestation gebracht werden. Eines hatte den Sturz aus dem Nest überlebt und ein anderes war in der Entwicklung stark zurückgeblieben. Das durchwachsene Wetter im Mai und Juni bescherte den Jungstörchen dann einen reich gedeckten Tisch. Von den 19 Horstpaaren haben 18 Paare erfolgreich Junge groß gezogen (Vorjahr 13). Lediglich das Papendorfer Storchenpaar brachte dieses Jahr keine Jungen durch.
Besonders schön ist, dass nachdem im Vorjahr einer der Rümpler Altstörche tödlich verunglückte, der verbleibende Altstorch dieses Jahr einen neuen Partner fand und wieder zwei Junge aufzog.
Auch Großensee hätte in diesem Jahr wieder gute Chancen auf ein Storchenpaar bzw. Storchennachwuchs gehabt. Doch leider wurde dort zu Beginn der Saison das Nest von bisher unbekannten Tätern zerstört. Der Umwelttrupp der Oldesloer Polizei ermittelt in dieser Angelegenheit wegen einer Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Sollte ein Täter ermittelt werden, wird dieser hoffentlich verpflichtet, einen neuen Horst zu errichten bzw. die Kosten hierfür zu übernehmen.
Seit Beginn der Aufzeichnungen 1971 gab es bisher nur im Jahre 1999 mit 56 Jungen mehr Storchennachwuchs in Stormarn. Somit ist es das zweitbeste Ergebnis in den letzten rund 40 Jahren. Und so sehen die Nachwuchszahlen im Einzelnen aus:
Bargfeld-Stegen Tonnenteich 3, Bargfeld-Stegen Mittelweg 2 u. 3, Hammoor 3, Heilshoop 2, Klein Wesenberg 3, Langelohe 4, Lasbek-Dorf 4, Mollhagen 1, Neritz 1, Rümpel 2, Seefeld 4, Sprenge 2, Sühlen 4, Tangstedt 2, Todendorf 3, Tremsbüttel 3, Westerau 2.
Nicht alle Störche fliegen in den kalten Monaten in den Süden. Einige sog. "Winterstörche" bleiben wegen der milderen Winter auch hier. Sollte jemand in den Wintermonaten einen Storch sehen bitte die Storchenbetreuer des NABU um Mitteilung. Diese Zahlen fließen in eine landesweite Statistik ein, mit der festgestellt werden soll, ob die Störche vermehrt bei uns bleiben.
Die Stormarner Storchenbetreuer des NABU Bad Oldesloe erreicht man wie folgt:
Kerstin Kommer für den Bereich nordwestlich der A 1, Tel. 04532/5983
Andreas Hack für den Bereich südöstlich der A 1, Tel. 04534/291391
Andreas Hack
Entwicklung der Storchpopulation 2004 - 2009
Presseinfo zum Storchenjahr 2009
Storchenjahr 2009 geht zu Ende
Das Storchenjahr 2009 geht mit den letzten abziehenden Altstörchen zu Ende. 23 Stormarner Jungstörche (Vorjahr 25) haben sich zwei Wochen vor Ihren Eltern auf den 10 000 km langen Weg nach Ostafrika gemacht. Ihnen folgen jetzt die Altstörche, wobei unsere Störche sog. "Ostzieher" sind, d. h. ihr Weg führt über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Sie fliegen das Niltal hinunter bis in den Sudan.
Mit 17 besetzten Horsten (Vorjahr 21) begann das Storchenjahr für Stormarn schon deutlich schlechter als im Vorjahr. Als Ende Mai Anfang Juni auch noch eine längere Trockenphase hinzu kam, war schnell klar, dass auch die Nachwuchszahlen nicht besser werden als im Vorjahr. Die Störche fanden in den ersten Lebenswochen der Jungen bei dieser Witterung einfach nicht genug Regenwürmer, die Hauptspeise in dieser Zeit für die Jungstörche. 13 der 17 Horstpaare hatten Nachwuchs, das ist eigentlich ein gutes Ergebnis, allerdings fiel die Anzahl der Jungen mit 1 – 2 sehr gering aus. Lediglich das Seefelder Storchenpaar hatte 3 Junge, wobei auch hier eines aus dem Nest geworfen wurde und von den Horsteigentümern in den Wildpark Eekholt zur Pflegestation gebracht wurde.
In Rümpel ist einer der Altstörche verletzt aufgefunden worden. Die Verletzungen deuteten daraufhin, dass er in eine überlandleitung geflogen ist. Der Fundort, die Besteniederung, lässt vermuten, dass er in die neue Stromleitung der Eisenbahnline Hamburg – Lübeck geraten ist. Das gebrochene Bein konnte jedoch geschient werden und er erholte sich schnell in der Storchenpflegestation des Wildpark Eekholt. Der verbleibende Altstorch hat erfolgreich 2 Junge durchgebracht, wobei eine Zufütterung nicht angenommen wurde.
So sehen die Nachwuchszahlen im Einzelnen aus:
- Bargfeld-Stegen Tonnenteich 2
- Heilshoop 1
- Klein Wesenberg 1
- Langelohe 2
- Lasbek-Dorf 2
- Mollhagen 1
- Papendorf 2
- Rümpel 2
- Seefeld 3
- Sühlen 2
- Todendorf 2
- Tremsbüttel 1
- Westerau 2
In den letzten zwei Wochen sorgten Ansammlungen ziehender Weißstörche zwischen Eichede und Lasbek für Aufsehen. Bis zu 50 Tiere gleichzeitig konnte man dort hinter den Treckern der Landwirte sehen. Auch für den Laien lässt sich dabei schnell erkennen, ob es sich um Jungstörche (dunkle Schnäbel) oder deren Eltern (kräftig rot-orange Schnäbel) handelt.
Eine kleine Sensation ist auch in diesem Jahr wieder ein Uhupärchen, das erneut 4 Junge auf einem Storchenhorst in der Nähe von Bad Oldesloe großgezogen hat. Immerhin ist der Uhu nahezu genauso selten wie der Weißstorch.
Nicht alle Störche fliegen in den kalten Monaten in den Süden. Einige sog. "Winterstörche" bleiben wegen der milderen Winter auch hier. Sollte jemand in den Wintermonaten einen Storch sehen bitte die Storchenbetreuer des NABU um Mitteilung. Diese Zahlen fließen in eine landesweite Statistik ein, mit der festgestellt werden soll, ob die Störche vermehrt bei uns bleiben.
Die Stormarner Storchenbetreuer des NABU Bad Oldesloe erreicht man wie folgt:
Kerstin Kommer für den Bereich nordwestlich der A 1, Tel. 04532/5983
Andreas Hack für den Bereich südöstlich der A 1, Tel. 04534/291391
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NABU
Magazin "Betrifft: Natur"
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